Hochschulverband für Informationswissenschaft

Veranstalter der alle zwei Jahre stattfindenden Tagungsreihe “Internationales Symposium für Informationswissenschaft” ist der Hochschulverband für Informationswissenschaft (HI).
Der HI ist eine wissenschaftliche Vereinigung der auf den Gebieten informationswissenschaftlicher Forschung, Lehre und Praxis Tätigen und ist auf den europäischen Bereich bezogen. Durch diesen Hochschulverband wird auch in institutioneller Hinsicht Rechnung getragen, dass die Informatisierung unserer Gesellschaft nicht nur einen technischen Aspekt hat, sondern insgesamt eine gesellschaftliche Herausforderung darstellt. Die Informationswissenschaft berücksichtigt deshalb alle Aspekte des Informationsgeschehens, zum Beispiel kognitive, ökonomische, soziale und politische. Dabei wird kein Gegensatz zur Informatik aufgebaut.

Auch die Informationswissenschaft arbeitet experimentell an neuen Verfahren automatisierter Informationssysteme. Der Fokus ist jedoch auf die Anwendung von Information und deren Wirkung in privaten und professionellen Bereichen, und damit auf den exponentiell wachsenden Informationsmarkt insgesamt gerichtet.

Zu den wichtigsten Aufgaben des HI gehört die Stärkung der informationswissenschaftlichen Arbeitsgruppen für Forschung und Lehre an den Hochschulen. Vor allem im universitären Bereich besteht weiterhin eine starke, auch z.B. vom Wissenschaftsrat monierte Diskrepanz zwischen dem unvollständigen Studienangebot bzw. der (vor allem in personeller Hinsicht) unzureichenden Ausstattung und der erheblichen Nachfrage von Seiten des Berufsmarktes nach wissenschaftlich ausgebildeten Informationsspezialisten.

Weitere Aufgaben sind u.a.:

  • die Koordination der Ausbildungsgänge bzw. die Vereinheitlichung der Berufsbilder der Informationswissenschaft.
  • die Organisation des wissenschaftlichen Austausches seiner Mitglieder. Dazu werden Fachkonferenzen und Workshops organisiert, Publikationen in der eigenen HI-Reihe angeregt und realisiert, neue Formen der elektronischen Information und Kommunikation über den Mail-Service iw-link und das WWW zur Verfügung gestellt sowie Arbeitsgemeinschaften eingerichtet, in denen die Mitglieder aktiv werden können
  • der Transfer informationswissenschaftlicher Forschungsergebnisse in die Öffentlichkeit mittels Symposien, Print- und elektronischer Publikationen.

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